Amnesty Vöcklabruck setzt sich für Frauen ein

Amnesty Vöcklabruck stellt die Gruppe 30 von Amnesty International in Österreich dar. Besonders engagiert ist diese Gruppe im Bereich Gewalt gegen Frauen bzw. Wahrung der Frauenrechte. Es geht darum, mit möglichst vielen Aktionen die Rechte der Frau zu wahren und langfristig zu sichern. Dabei sprechen die Gruppen von Amnesty International, zu denen auch Amnesty Vöcklabruck zählt, alle Menschen an, nicht nur die Mitglieder, sich an ihren Aktionen zu beteiligen. Viele Aktionen werden für spezielle Fälle ins Leben gerufen. Denn die Menschenrechte von Frauen werden mindestens genauso häufig, wenn nicht sogar noch öfter, als die der Männer verletzt. Häufig werden Frauen alleine aufgrund ihres Geschlechts zu Opfern von Gewalt, Diskriminierung und mehr. In vielen Ländern werden nach wie vor Gesetze erlassen, die die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen vorsehen.

Amnesty Vöcklabruck setzt sich für genau diese betroffenen Frauen ein. Jeder kann helfen. Amnesty stellt hierfür zahlreiche Musterbriefe für jeden Einzelfall vor. Dabei werden die Briefe an die politisch Verantwortlichen geschickt, in Form von Briefen, E-Mails, Faxen und vielem mehr. Bisher kann die österreichische Verbandsgruppe bereits auf zahlreiche Erfolge zurückblicken, doch es ist noch lange nicht genug getan. Solange weiterhin die Menschenrechte der Frauen mit Füßen getreten werden, kann von einer Erholung keine Rede sein. Zwei Drittel der Aktionen aus der Vergangenheit haben aber geholfen, die Todesstrafe auszusetzen, die Haftbedingungen zu entschärfen oder zum Schutz der betroffenen Frauen beizutragen. Ebenfalls konnten einige Gesetze bereits angepasst und verbessert werden – zum Schutz der Menschenrechte, insbesondere für Frauen.

Neben Amnesty Vöcklabruck gibt es auch das Netzwerk AI Frauenrechte, das sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzt. Gemeinsam sind beide Organisationen besonders stark und konnten zahlreiche Erfolge in der Vergangenheit verbuchen.

Derzeitige Projekte – jede Hilfe zählt

Derzeit werden im Bereich der Menschenrechte für Frauen natürlich wieder viele verschiedene Fälle und Projekte betreut. Eines davon betrifft Südafrika, wo Frauen der Zugang zur HIV-Behandlung ermöglicht werden soll. Bisher ist es so, dass in Südafrika 5,2 Millionen Menschen leben, die mit dem HI Virus infiziert sind. Davon sind alleine in der Altersgruppe der 15-34-Jährigen zwei bis vier Mal so viele Frauen betroffen, wie Männer. Als Grund wird angegeben, dass Frauen keinen Schutz vor einer Infektion verlangen können. Würden sie beim Verkehr auf Kondome setzen wollen, müssten sie mit Gewalt rechnen. Frauen sind in Südafrika zudem sehr häufig von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen, sie sind wirtschaftlich abhängig von ihren Männern und können sich auch deshalb nicht schützen. Mehr als 30 Prozent aller schwangeren Frauen sind mit HIV infiziert.

Behandlungsmöglichkeiten gibt es auch in Südafrika. Sie werden allerdings nur in den großen Spitälern angeboten. Diese liegen jedoch häufig weit entfernt von den ländlichen Regionen, in denen die meisten infizierten Frauen leben. Ein Transport zum Spital, noch dazu in regelmäßigen Abständen ist weder finanzierbar, noch möglich, da die Transporte vom Land in die Städte oft unzuverlässig sind. Damit bleibt den Frauen der Zugang zur medizinisch notwendigen Versorgung verwehrt. Das Recht auf die bestmögliche medizinische Versorgung wird eindeutig beschnitten.

Amnesty International, Amnesty Vöcklabruck und das Netzwerk AI Frauenrechte kämpfen deshalb um eine bessere medizinische Versorgung der armen HIV-infizierten Frauen in Südafrika. Und jeder kann mithelfen. Erschwingliche Transportmöglichkeiten könnten umgesetzt werden, allerdings muss hierfür Druck aufgebaut werden, auf den zuständigen Minister in Pretoria, Südafrika. Ein Musterbrief wird natürlich, wie fast immer bei Amnesty International, zur Verfügung gestellt. Er soll es erleichtern, sich selbst zu beteiligen und neben den großen Organisationen auch im Kleinen für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Mit einem kleinen Brief, sofern er von genügend Menschen abgeschickt wird, können die Menschenrechte der Frauen in Südafrika gewahrt werden. Jeder sollte mithelfen und sich an dieser und den vielen anderen Aktionen von Amnesty International beteiligen.