Bekannt ist Amnesty International für seine Aufsehen erregenden Aktionen allemal. Doch seit einiger Zeit hat man sich die Weihnachtsmärkte dieser Welt zum Ziel gesetzt, um auf die allgemeinen Probleme hinzuweisen. Die Jugendgruppe von Amnesty International sonnt sich nicht in den RIU Hotels Mallorca, sondern setzt auf Provokation. Zumindest war dies am 18.12.2010 in Ravensburg der Fall. Hier bildete sich ein Flashmob, der sich für das Klima einsetzte. Anstatt RIU Hotels Angebote für den nächsten Urlaub zu studieren, nahmen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Badesachen aus dem letzten Strandurlaub und gingen damit auf den örtlichen Weihnachtsmarkt.


Ein Aufstand vor den RIU Hotels wäre sicher nicht halb so dramatisch gewesen, weshalb man sich bewusst für den Weihnachtsmarkt entschied. In der Zeit von 12:00 Uhr bis 12:05 kamen die Ravensburger Jugendlichen in Badehose, Bikini und Co. auf den Weihnachtsmarkt. Auf Stranddecken sonnten sie sich mit Sonnenbrillen in der kalten Wintersonne. Nach diesen wenigen Minuten verschwanden die Jugendlichen wieder.


Ziel ist den Klimawandel zu stoppen


Ziel der Jugendlichen war es, darauf aufmerksam zu machen, wie die globale Erwärmung sich auswirkt. Sie wollen keine RIU Hotels buchen, sondern etwas für ihre Welt tun und sie für unser aller Nachkommen besser gestalten. So lief der Flashmob von Amnesty International unter dem Motto „Die Natur spielt weltweit verrückt – Unser Planet Erde hat Fieber“ ab. Ein Banner mit der Aufschrift „Unser Klima geht baden!“ sollte das Anliegen der Ravensburger Jugendgruppe verdeutlichen.

Schon im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Flashmob auf dem Christkindlesmarkt veranstaltet und wie damals konnte auch in diesem Jahr mit der Aktion für reichlich Aufsehen gesorgt werden. Die Besucher des Weihnachtsmarkts zeigten sich in jedem Fall sehr beeindruckt.


Aktionen gegen die Probleme dieser Welt


Mit dieser und vielen ähnlich gelagerten Aktionen gelingt es Amnesty International immer wieder, auf die Probleme unserer Welt aufmerksam zu machen. Wichtig ist, dass die Aktionen völlig unvermittelt auftreten, dass sie für Aufsehen und Furore sorgen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nur so können Dritte, die bisher unbeteiligt waren, auch tatsächlich für die gute Sache gewonnen werden. Regelmäßig kann sich Amnesty International nach derartigen Aktionen über eine wahre Flut an Hilfe freuen. Von Spenden über Mitgliederanmeldungen bis hin zur Beteiligung an Unterschriftenaktionen – der Erfolg der Aktionen ist riesig.


Es zeigt sich also, dass mit recht einfachen Mitteln heute schon viel erreicht werden kann und es bleibt nur zu hoffen, dass auch in Zukunft viele Jugendgruppen solche und andere verrückte, aber wirkungsvolle Ideen haben und diese umsetzen. Wir alle sind verantwortlich für das Leben auf unserer Erde und sollten uns dessen auch stets bewusst sein.

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