Amnesty International ist eine 1961 gegründete internationale Nichtregierungsorganisation, die sich weltweit für die Einhaltung und Umsetzung von Menschenrechten einsetzt. Auf Basis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte betreibt Amnesty Öffentlichkeit- und Lobbyarbeit, recherchiert Menschenrechtsverletzungen und organisiert Kampagnen u.a. gegen Rassismus, politische Verfolgung, Todesstrafe und Folter. Um Unabhängigkeit zu bewahren, finanziert sich die Organisation ausschließlich aus Spenden, Förder- und Mitgliedsbeiträgen, aus Verkaufserlösen oder Sammlungen. Amnesty ist in mehr als 100 Ländern vertreten und hat über zwei Millionen Mitglieder. In Deutschland befindet sich das weltweit viertgrößte Generealsekretariat. Die deutsche Amnesty-Sektion hat ihre Hauptsitze in Bonn und Berlin, lokal sind insgesamt 700 Gruppen mit mehr als 100.000 UnterstützerInnen organisiert.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit von Amnesty beruht auf freiwilligem Engagement. Die Formen des Engagements sind vielfältig und bestehen z.B. aus der Teilnahme einer so genannten “urgent action“, d.h. einer Eilaktion, in deren Rahmen Briefe, Faxe und Emails an die Behörden eines Landes geschickt werden, um die akute Bedrohung eines Menschen etwa durch willkürliche Festnahme, Folter oder eine bevorstehende Hinrichtung zu stoppen. Andere freiwillige Mitarbeit besteht aus öffentlichen Aktionen und Bildungsarbeit. Die Organisation selbst nennt das ehrenamtliche Engagement Einzelner als wichtigste Grundlage ihrer Arbeit.
Neben diesem ehrenamtlichen Engagement in einzelnen Regionalgruppen gibt es zudem die Möglichkeit, als Freiwillige/r in einem der nationalen Sekretariate mitzuarbeiten. So sind im Hauptsitz der Organisation in London mehr als 100 Freiwillige beschäftigt, die für mindestens drei Monate die Arbeit in den verschiedenen Bereichen unterstützen, u.a. die Kampagnenarbeit, Fundraising, Übersetzungs- und Recherchearbeiten. Gleichwohl gibt es in knapp 60 Ländern Sekretariate, die auch hauptamtliche MitarbeiterInnen beschäftigen. Jedem Sekretariat steht ein/e Vorsitzende/r vor, die Anzahl der weiteren hauptamtlichen MitarbeiterInnen richtet sich nach der Größe der Landessektion. So sind 2009 in der deutschen Sektion 52 Teil- und Vollzeitkräfte beschäftigt. Aufgaben der nationalen Sekretariate konzentrieren sich neben Administration auf Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Dementsprechend sieht das Jobangebot bei Amnesty aus. Zum einen werden Verwaltungs- bzw. Buchhalterkräfte gesucht, zum anderen Personen für Kampagnen und öffentliche Arbeit. Zudem bietet die Organisation ReferentInnen-Stellen für Themen und Länder an, die in der deutschen Sektion als „FachreferentInnen“ und international meist als „Researcher“ ausgeschrieben sind. Insbesondere auf den in London arbeitenden 80 Researchern basiert die Ermittlungs- und Aufdeckungsarbeit von Amnesty. LänderexpertInnen sammeln und bewerten Informationen der entsprechenden Regionen, bereisen die Länder und dokumentieren ihre Ergebnisse in regelmäßigen Berichten. Lohn und Gehalt der hauptamtlich Beschäftigten richtet sich dabei sowohl nach der Art der Tätigkeit als auch nach der eigenen Qualifikation. Amnesty Deutschland bezahlt nach einem Haustarif, die Höhe der Bezahlung in London findet sich in den entsprechenden Ausschreibungen.
Weiterführenden Informationen zu Amnesty finden sich unter http://www.amnesty.org, die Webpräsenz der deutschen Sektion lautet http://www.amnesty.de