Die Menschenrechte stehen jedem Menschen im gleichen Umfang zu, so besagt es auch das Konzept selbiger. Jeder Mensch besitzt die gleichen Rechte, die nicht teilbar und veräußerlich sind. In unserer heutigen Zeit werden im Prinzip von fast allen Ländern die Menschenrechte anerkannt.
Schon im antiken Athen waren die ersten Ansätze der Menschenrechte zu spüren, wo nicht mehr willkürlich die Rechtssprechung genutzt werden konnte. Die ersten Pioniere in dieser Richtung, die den Weg ebneten, sind bereits im 17. und 18. Jahrhundert zu finden, wie zum Beispiel Thomas Jean-Jacques, John Locke und Rousseau Hobbes und so könnten noch viele weitere aufgezählt werden, die über diese Thematik schon zu dieser Zeit aufklärten.
Allerdings dauerte es noch bis zum Jahr 1948, bis die Menschenrechte umfassend festgehalten werden konnten. Sie wurden in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ verankert. Aufgrund des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurden nicht nur die Vereinten Nationen im Jahr 1945 gegründet, sondern waren die Menschenrechte genauso eine Reaktion auf diesen beiden Kriege. Denn hier zeigte sich, dass die einzelnen Länder und deren Gesetzeslagen keinen ausreichenden Schutz für den Menschen bieten konnten. Die Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen sollte von ihrer Gründung an diese Aufgabe erfüllen.
Wo die Menschenrechte beginnen
In unserem täglichen Leben beginnen bereits die Menschenrechte, das sind die Plätze und Orte, wo die Menschen leben, lernen, arbeiten und wirken. Das sind beispielsweise die eigene Nachbarschaft, mit der man lebt oder die Schule der Kinder und später dann die Universität der Studenten. Auch die Fabriken und Büros sowie die Bauernhöfe, wo die Menschen ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen, sind Orte, an denen die Menschenrechte eines jeden Einzelnen geachtet werden müssen. An diesen Orten suchen Männer, Frauen und Kinder die gleichen Chancen, Rechte und vor allen Dingen Würde, wo sie nicht diskriminiert werden.
Auch in Deutschland wird sich jeden Tag aufs Neue mit den Menschenrechten auseinander gesetzt. Viele Menschen fühlen sich einfach diskriminiert und hierbei können die unterschiedlichsten Gründe zum Tragen kommen. Nur weil sie kein luxuriös eingerichtetes Eigenheim ihr Eigen nennen können, sondern stattdessen in einer Mietwohnung leben, besitzen sie trotz allem die gleichen Rechte wie alle anderen auch. Vielleicht besitzen sie auch nicht extravagante Wohnzimmermöbel, die speziell für ihr Heim angefertigt wurden, dennoch besitzen sie dieselben Grundrechte.
Im ersten Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die auch oft als AEMR abgekürzt wird, heißt es, dass jeder Mensch frei geboren wird und die gleichen Rechte und Würde besitzt. Damit werden jedem Einzelnen auf der ganzen Welt die gleichen Rechte und auch Freiheit zugesichert. Dabei spielt es keine Rolle, welche Religion, soziale oder politische Anschauung gewählt wird. Ebenso sind die Sprache, das Geschlecht, die Hautfarbe sowie die soziale und ethnische Herkunft hierbei nicht von Bedeutung.
Allerdings werden auch noch heute auf der ganzen Welt die Rechte des Menschen schwer verletzt. Jeden Tag aufs Neue muss der Schutz der Menschenrechte stets neu erkämpft werden. Sobald die Menschenrechte in einer schwerwiegenden Art und Weise verletzt werden, dann macht sich Amnesty International stark. Die Verletzungen der Menschenrechte werden aufgedeckt und über die vorherrschenden Missstände wird die Öffentlichkeit informiert.
![]()
Foto: ©geralt / pixelio.de